Die Insel Elba außerhalb der Saison ist ideal, um ein besserer Segler zu werden
In den Wintermonaten, zwischen November und Februar, kehrt die Insel Elba zu ihrem authentischen Inselrhythmus zurück: langsamer, klarer, fast intim. Für Segler ist dies ein privilegierter Moment, um ihre geschützten Buchten zu erkunden, mit variablen Windverhältnissen zu üben und ein Mittelmeer zu genießen, das endlich aufatmen kann. Sie ist ein „kompaktes“ Reiseziel mit der richtigen Dosis an Technik, das sich wirklich dazu eignet, die eigenen Segelkenntnisse ohne Druck zu verbessern.
Zwischen Korsika und der Toskana nimmt die Insel Elba eine einzigartige Stellung im Mittelmeer ein. Klein, aber vielfältig, bergig, aber nicht feindselig, bietet sie ein ideales Revier für kurze, sichere und überraschend emotionsreiche Segeltörns. Im Winter bleiben die Häfen geöffnet, das Wetter neigt dazu, sich zu stabilisieren, und es genügen wenige Meilen, um die Atmosphäre komplett zu wechseln.
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Für Crews, die Manöver verfeinern, Anfahrten üben oder einfach ruhige Stopps abseits der Menschenmassen genießen möchten, wird Elba zu einer wahren Trainingsinsel außerhalb der Saison: zugänglich, stellenweise technisch, immer lehrreich.

Variable Windbedingungen, perfekt für Fortschritte
Der Winter auf der Insel, von Dezember bis Februar, ist mild und zeichnet sich durch sonnige Perioden im Wechsel mit Regentagen aus. An Schlechtwettertagen kann der Libeccio, ein Südwestwind, stark wehen. Es ist selten sehr kalt, jedoch kann es manchmal kalte und windige Tage mit Höchstwerten um 6-7 °C geben.
Für einen Skipper ist Elba in dieser Zeit ein natürliches Labor. Man kann zum Beispiel schnell lernen, eine Windzunahme bei Annäherung an Capo d’Enfola vorherzusehen, einen plötzlichen Windabfall unter den Hängen von Marciana zu managen oder eine Brisenrotation am späten Nachmittag vor Porto Azzurro zu handhaben. Kurz gesagt, aus meteorologischer Sicht bietet Elba eine lebhafte, aber vorhersehbare Navigation in selten aufgewühlten Meeren.

Nordküste: Zuverlässige Ankerplätze und klare Navigation
Von Portoferraio bis Cavo bietet die Nordküste besonders für die Nebensaison geeignete Ankerplätze. Portoferraio bietet zum Beispiel eine große Wasserfläche mit einem достаточно tiefen Jachthafen (der Tiefgang für Boote am Kai beträgt etwa 2,5 Meter und mehr), dessen Dienstleistungen aktiv bleiben, und ist perfekt, um eine Kreuzfahrt zu beginnen oder zu beenden.
Ebenfalls an dieser Küste sind Nisporto und Nisportino zwei gut geschützte Ankerplätze auf sandigem Grund, ideal für einen Zwischenstopp oder eine Ankerübung unter verschiedenen Bedingungen. Kurz gesagt, die Nordküste ist ein ideales Gebiet für Crews, die in aller Ruhe vorankommen möchten.

Westküste: Eine technisch anspruchsvollere Navigation
Dominiert vom Monte Capanne, erzeugt diese Westküste der Insel Elba oft den Venturi-Effekt mit möglichen Böen, Windbeschleunigung, Kabbelwasser (Chop) oder Restwelle, abhängig von der Ausrichtung. Nichts übermäßiges, aber die Navigation ist in diesem Fall definitiv anspruchsvoller für die Crews, jedoch perfekt, um an der Antizipation zu arbeiten und die Bootsführung zu verbessern.
Hier befindet sich Marciana Marina, die einen ausgezeichneten Schutz bietet. Man muss jedoch auf eine mögliche Welle achten, die bei Nord- bis Nordostwind aufkommt. Die kleinen felsigen Buchten an dieser Küste sind rar, aber sehr lehrreich: Sie erfordern ein langsames Annähern, eine sorgfältige Lektüre des Meeresbodens und eine rigorose Wahl des Ankerplatzes. Ein ideales Terrain, um auf kurzen Distanzen Autonomie zu erlangen.

Süden und Porto Azzurro: Sand und einfache Anlandungen
Der Süden der Insel Elba genießt im Winter oft ein milderes Klima. Einige gute Ankerplätze sind der Golfo della Stella, der Golfo di Lacona (großer Ankerplatz, sandiger Grund) und der Golfo di Mola. Insbesondere die Bucht von Lacona ist perfekt, um bei stabilem Wetter eine ruhige Nacht vor Anker zu verbringen. Fetovaia, wunderschön und sandig, bietet ebenfalls einen interessanten Schutz, zumindest solange der Wind moderat bleibt.
Schließlich gibt es noch Porto Azzurro, geschützt und einladend. Es handelt sich um einen Touristenhafen mit einem Tiefgang von 2,5 bis 6 Metern, einigen auch außerhalb der Saison geöffneten Dienstleistungen und der Möglichkeit, in der Reede zu ankern, wo sich ein ziemlich hartnäckiger schlammiger Grund befindet. Der Schutz ist bei Südostwinden (Scirocco) weniger zuverlässig und es gibt gelegentlich begrenzte Bojenfelder (Überprüfung bei der Küstenwache ratsam).

Verantwortungsvolle und umweltfreundliche Navigation
Mit der Verringerung des Schiffsverkehrs in den Wintermonaten wird es einfacher, die Küste zu „lesen“. Zum Beispiel lassen sich Posidonia-Gebiete besser unterscheiden, Sandstrände werden schneller erkannt und Buchten können früher angesteuert werden. Segel- und Motor-Manöver finden im Allgemeinen ohne äußeren Druck statt und das Segeln wird einfacher, weil die Bedingungen stimmen. Herbst und Winter sind Jahreszeiten, die eine saubere und präzise Navigation erleichtern, genau das, was die sensiblen Gebiete rund um Elba erfordern.
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Kurz gesagt, im Winter um Elba zu segeln bedeutet, ein ruhiges, technisches und außerordentlich zugängliches Mittelmeer wiederzuentdecken. Eine Insel, die leicht zu befahren ist und einen soliden Schutz, variable Winde und ein ideales Lernterrain für Segelcrews aller Niveaus bietet.
Photo credits immagine apertura: Expedia.
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