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Wie man die häufigsten Motorpannen beim Boot bewältigt - Marenauta Blog

– 16 Januar 2026 – Ausrüstung an Bord

Ausrüstung an Bord

Wie man die häufigsten Motorpannen beim Boot bewältigt

Auf einer Kreuzfahrt können unvorhergesehene Ereignisse eintreten, wie zum Beispiel ein Motor, der ausgeht, raucht oder an Drehzahl verliert, möglicherweise beim Ein- oder Auslaufen in den Hafen. Dieser Artikel möchte eine praktische und zugängliche Anleitung zur Behebung der häufigsten Motorstörungen eines Segelbootes bieten, die es Ihnen ermöglicht, Notfallsituationen zu bewältigen und sicher wieder in See zu stechen.

 

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Photo credits: Yachting Monthly.

Entlüften des Dieselsystems: Luft aus der Kraftstoffzufuhr entfernen

Ein häufiges Problem ist die Anwesenheit von Luft im Dieselkreislauf. Dies kann nach dem Austausch eines Filters, dem Leerfahren des Tanks oder nach Arbeiten an der Verrohrung passieren. Die Luft verhindert, dass die Pumpe den Diesel ansaugt und zur Einspritzpumpe weiterleitet, wodurch der Motor nicht anspringt. Die Lösung ist die Entlüftung des Dieselsystems. Im Allgemeinen muss dazu das Entlüftungsventil lokalisiert oder, bei mechanischen Einspritzmotoren, eine Einspeisungs-Verbindung an einem Injektor gelockert werden. Durch Betätigen der Handpumpe (die bei Dieselmotoren immer vorhanden ist) wird die Luft aus dem System gedrängt, bis ein konstanter Dieselfluss zu beobachten ist. Durch das Schließen des Ventils oder der Verbindung wird die korrekte Funktion des Kreislaufs wiederhergestellt.

Wichtig: Die Position der Pumpe und der Entlüftungsventile variiert je nach Motormodell. Ziehen Sie das Gebrauchs- und Wartungshandbuch zu Rate oder, noch besser, fragen Sie Ihren Vertrauensmechaniker während der saisonalen Wartung.

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Photo credits: Pedro Boats.

Dieselfilter: Blockaden und Leistungsverluste verhindern

Die Qualität des heutigen Diesels, oft verunreinigt durch Schleimstoffe (Muzilaggen), Pilze oder Verunreinigungen, kann zur Verstopfung der Filter führen, was Leistungsverluste oder das Absterben des Motors oder des Generators zur Folge hat. Ein an den Vorfiltern installiertes Vakuummeter kann einen übermäßigen Ansaugwiderstand melden und auf eine bevorstehende Verstopfung hinweisen. Um die Filter zu ersetzen, schließen Sie die Tankventile und demontieren Sie den Diesel-Vorfilter, indem Sie normalerweise ein „T“-Element öffnen. Untersuchen Sie den Filter, um die tatsächliche Verstopfung der Kartusche zu überprüfen. Entleeren Sie den unteren Becher, der Wasser vom Diesel trennt, und prüfen Sie, ob der Kraftstofffluss regelmäßig ist.

Stellen Sie sicher, dass keine Leckagen im Kreislauf vorhanden sind, die Anschlüsse fest angezogen und die Ventile in der korrekten Position sind. Setzen Sie eine neue Kartusche ein (Ersatzteil mit den gleichen Filtereigenschaften) und versuchen Sie, den Motor zu starten. Wenn das Problem weiterhin besteht, überprüfen und ersetzen Sie den Dieselfilter, der direkt am Motor montiert ist.

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Photo credits: Yacht.

Motor springt nicht an: Anlasser blockiert

Das Nichtanspringen des Motors, sowohl des Haupt- als auch des Generator-Motors, kann durch ein Problem mit dem Magnetschalter (Teleruttore) des Anlassers verursacht werden. In solchen Fällen versuchen Sie, sanft mit einem Gummihammer auf den Magnetschalter zu klopfen. Wenn dies keine Ergebnisse bringt, können Sie bei eingeschalteter Zündung und unter Verwendung eines isolierten Schraubendrehers versuchen, den Magnetschalter zu überbrücken, indem Sie die beiden Pole (die mit dem größeren Durchmesser) in Kontakt bringen. Dieser Vorgang kann Funken erzeugen, daher ist es ratsam, ihn das erste Mal mit Unterstützung eines Technikers durchzuführen.

Photo credits: Yacht.

Lichtmaschine: Probleme mit der Batterieladung lösen

Ein Voltmeter, das bei laufendem Motor eine Spannung unter 13,8/14 Volt anzeigt, signalisiert ein Problem mit der Lichtmaschine (Alternator), die die Batterien nicht korrekt auflädt. Wenn das Boot zweimotorig ist, können Sie das Problem vorübergehend lösen, indem Sie die Parallelschaltung aktivieren, wodurch eine einzige Lichtmaschine alle Batterien laden kann. Es ist jedoch eine sofortige Überprüfung im Maschinenraum unerlässlich. Überprüfen Sie zunächst die Unversehrtheit des Lichtmaschinenriemens, der oft auch die Seewasserpumpe antreibt. Bei einem Riss besteht die Gefahr einer Motorüberhitzung. Wenn der Riemen intakt ist, prüfen Sie seine Spannung und stellen Sie sicher, dass er die Lichtmaschinen-Riemenscheibe ordnungsgemäß antreibt. Um den Riemen zu spannen, lockern Sie den Drehzapfen der Lichtmaschine und bewegen Sie diese, bis die gewünschte Spannung erreicht ist. Ziehen Sie abschließend alles wieder fest.

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Sollte das Problem weiterhin bestehen, überprüfen Sie die Verkabelung und die Sauberkeit der Kontakte, sowohl in der Nähe der Lichtmaschine als auch an der Batterie. Wenn diese Überprüfungen das Problem nicht lösen, liegt der Fehler wahrscheinlich im Inneren der Lichtmaschine oder des Spannungsreglers. In diesem Fall ist es ratsam, die Lichtmaschine auszubauen und zu einem Elektriker zur Reparatur oder zum Austausch zu bringen. Oft ist eine neue Lichtmaschine kostengünstiger und zuverlässiger als eine komplette Überholung der alten.

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