Wie man ein Boot in Ordnung hält und sicher navigiert
Das Boot, mit dem man zu einer Segelkreuzfahrt aufbricht, ist fast immer der wahre Wendepunkt zwischen einem sorgenfreien, glücklichen Urlaub und einer Albtraumwoche. Ein gut gewartetes und perfekt funktionierendes Fahrzeug trägt zweifellos dazu bei, das Risiko von Pannen und Problemen während des Aufenthalts auf See zu verringern. Die Flotten, die normalerweise für das Chartern bestimmt sind, verwenden oft Modelle, die gerade erst von der Werft kommen oder höchstens ein paar Jahre alt sind. Es ist jedoch nicht ungewöhnlich, auch auf ältere Modelle mit mehreren Saisons auf dem Buckel zu stoßen.
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In jedem Fall ist es immer ratsam, die Effizienz von Ausrüstung und Anlagen zu überprüfen und gegebenenfalls Unterstützung und Ersatz anzufordern. Oftmals ist es jedoch auch der Einfallsreichtum und die Erfahrung des Skippers, die eventuelle Probleme während der Manöver und des Bordlebens zerstreuen. Hier sind einige Tipps, um besser zu segeln und während der Fahrt sicherer zu sein.
Lesen Sie auch: Wie man Leinen an Bord sicher handhabt

Schoten, Fallen und Festmacherleinen immer in Ordnung
Nicht immer findet man, wenn man ein Boot mietet, das neueste, gerade erst von der Werft gelieferte Modell. Eines der häufigsten Probleme bei einer Yacht, die schon ein paar Jahre auf dem Buckel hat, kann der Verschleiß der Schoten, Fallen und Festmacherleinen an Bord sein. In diesem Fall ist es immer ratsam, beim Check-in zu überprüfen, ob alle Leinen in Ordnung sind und einwandfrei funktionieren. Und vor allem, dass es keine ungewöhnlichen Reibungen gibt, eine sehr wahrscheinliche Möglichkeit, wenn im Laufe der Jahre die alten Seile durch Modelle mit größerem Durchmesser ersetzt wurden.
Bei Leinen und Tauen mit verschlissenem Mantel, gerissenen oder abgenutzten Litzen oder einem übermäßigen Durchmesser sollte dies den Flottenwarten gemeldet werden, damit sie diese eventuell durch Dyneema-Modelle ersetzen lassen. Die gleichen Kontrollen sollten an Blöcken, Rollen und Klemmen sowie an jedem Gleit- oder Blockierpunkt der Leinen durchgeführt werden.

Segel einfädeln: wie man Blockaden und Reibung vermeidet
Oft kommt es bei Segelmanövern wie dem Setzen oder Bergen der Segel zu Blockaden und Fehlfunktionen, die die Bedienung nicht nur erschweren, sondern auch ernsthafte Sicherheitsprobleme für die Crew auf Törns verursachen können. Solche Pannen werden fast immer durch Reibung verursacht, die in den Segelrutschern in der Nut entsteht. Stellen Sie sich vor, Sie sind auf offener See, haben frischen Wind und Seegang und vielleicht nähert sich eine Bö. In dieser Situation ist es zwingend erforderlich, zumindest das Großsegel zu bergen. Nun, wenn das Segel auf halber Höhe blockiert, ist das nicht ideal. Um das Problem zu beheben, reicht es aus, ein Sprühschmiermittel aufzutragen, damit die Rutscher leicht in der Nut gleiten. Die besten Schmiermittel sind Trockenschmierstoffe, aber im Notfall leisten auch ein Silikonspray oder sogar WD40 gute Dienste.
Wenn das Problem der Reibung und Blockaden weiterhin besteht, könnte es sich lohnen, die Nut des Mastes zu reinigen. So gehen Sie vor: Ein kleines Stück eines alten Seils wird in ein Lösungsmittel, wie zum Beispiel Methylalkohol, getaucht. Dieses wird dann mithilfe eines Falls entlang der Nut des Großsegels gezogen und anschließend mit dem Niederholer wieder eingeholt.

Gut eingestellte Segellatten
Viele Charterboote sind mit einem ‚Full-Batten‘-Großsegel ausgestattet, d.h. mit Latten, die über die gesamte Breite verlaufen. Ein solches Großsegelmodell erfordert ein ziemlich effizientes Rutschsystem am Mast. Der traditionelle Segelschlitz des Großsegels reicht nämlich nicht aus. Das System umfasst eine Schiene am Mast, in der Regel mit niedrigem Profil und röhrenförmigem Querschnitt, über dem Schlitz, auf der spezielle Wagen oder Rutscher gleiten.
Es wird dringend empfohlen, in diesem Fall, um Reibung und Blockaden zu vermeiden, diese gut zu schmieren, ebenso wie es wichtig ist, die Spannung der Latten einzustellen. Eine übermäßige Spannung könnte nämlich dazu führen, dass das Großsegel am Mast blockiert.

Fallenklemme am Mast: Sicherheit und Komfort
Oft segeln diejenigen, die zu einer Segelkreuzfahrt aufbrechen, mit der Familie oder generell mit einer reduzierten Crew. In diesem Fall ist es sehr nützlich, eine Fallenklemme für das Großfall am Mast zu haben. Diese kleine Vorkehrung ermöglicht es, das Großfall mit dem eigenen Körpergewicht hochzuziehen und es dann temporär zu blockieren, bevor man für den endgültigen Setzvorgang ins Cockpit zurückkehrt. Auf den meisten Charterbooten ist die Geometrie der Takelage am Mastfuß jedoch so beschaffen, dass, wenn das Großsegel unter Spannung gesetzt wird, das Fall automatisch aus der Klemme herausspringt. Dadurch ist es nicht notwendig, bis zum Mast zu gehen, um das Großsegel zu reffen oder zu bergen.

Jack-Line: So positionieren Sie sie an Deck
Die Jack-Line ist eine Sicherheitseinrichtung, die entlang des Bootsdecks verläuft und an der die Sicherheitsgurte befestigt werden. Vor Jahren wurde sie aus Stahlkabeln hergestellt, die heute durch sehr robuste Textilgurte ersetzt wurden, die großen Lasten standhalten können. An Bord sollten mindestens drei Jack-Lines separat und wie folgt positioniert werden: eine auf jeder Seite des Kajütaufbaus, die von vorne nach achtern verläuft und innen an den Seitendecks vorbeiführt. Und die andere, die nur durch das Cockpit läuft. Auf diese Weise kann die gesamte Crew immer am Boot gesichert sein. Es ist wichtig, dass die Jack-Lines nicht an den Heckklampen befestigt werden, wie man es oft auf vielen Charterbooten sieht, da die Gefahr, über Bord zu fallen, zu hoch wird.

Ein Satellitentelefon ist ein großer Sicherheitsfaktor
Ein ständig geladenes Satellitentelefon an Bord zu haben, ist ein großer Sicherheitsfaktor. Die Möglichkeit, im Notfall telefonisch mit einem Arzt, einem Rigger oder einer Küstenstation zu sprechen, kann im Falle von Problemen den Unterschied ausmachen. Ein weiterer großer Vorteil des Satellitentelefons ist die Möglichkeit, es im Falle eines Schiffsverlassens möglicherweise an Bord des Rettungsfloßes mitzunehmen. Was das Satellitensystem betrifft, schätzen viele Bootsfahrer das Inmarsat-Netzwerk. Dies ist das historische Netzwerk, da es dank einiger Satelliten in geostationärer Umlaufbahn das erste war, das den Zugang zu individuellen Telefonverbindungen über Satellit ermöglichte. Das Satellitentelefon kann auch mit einem GPS integriert werden, über das man seinen eigenen Standort senden kann.
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