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Segelurlaub ohne Sorgen: Ein Leitfaden für schwierige Ankerplätze - Marenauta Blog

– 1 März 2026 – Leben an Bord

Leben an Bord

Segelurlaub ohne Sorgen: Ein Leitfaden für schwierige Ankerplätze

Während einer Segelkreuzfahrt, wenn man zum Anhalten ankert, ist das Wissen, einen guten Ankerplatz zu finden, bereits die halbe Miete. Im Allgemeinen sind die besten Schutzhäfen an einem bestimmten Küstenabschnitt in nautischen Führern und Hafenhandbüchern aufgeführt, aber man sollte sich nicht auf diese Informationen beschränken.

Die Schlüsselelemente, die bei der Identifizierung der Eignung eines Ankerplatzes zu berücksichtigen sind, sind: die Art des Schutzes (Ankergrund), die Beschaffenheit des Bodens, die Wassertiefe und der Schwingungsraum des Bootes (auch „Schwojen“ genannt). Sehen wir uns diese Punkte einzeln in diesem Leitfaden für schwierige Ankerplätze an.

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Art des Schutzes (Ankergrund)

Bei offenen Ankerplätzen ist es unerlässlich, dass während der gesamten Dauer des Aufenthalts eine Brise vom Land weht, zusätzlich zu einem Schutz vor Seegang und Dünung. Überprüfen Sie die Vorhersagen, um sicherzustellen, dass es keine Windwechsel gibt, die eine abgelegene Bucht in eine gefährliche Leeküste verwandeln könnten. Denken Sie auch daran, dass sich der Charakter von Ankerplätzen, die von Gezeiten betroffen sind, während ihres Zyklus ändern kann. Neben der Änderung der Strömung variieren auch alle eventuellen Schutzmöglichkeiten, wie zum Beispiel Felsvorsprünge, die natürliche Wellenbrecher und Deckungen bilden können.

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Beschaffenheit des Meeresbodens

Sand und Schlamm bieten den besten Halt, vorausgesetzt, sie sind nicht zu weich. Algen und Felsen hingegen sollten vermieden werden. Die sichtbare Küstenlinie kann Aufschluss darüber geben, was unter der Oberfläche geschieht. Felsvorsprünge am Ufer können sich bis ins Meer erstrecken, ebenso wie der Sandstreifen dazwischen. Versuchen Sie daher, in diesem Bereich zu ankern. Beachten Sie, dass Sand mehr Licht reflektiert als Algen oder Felsen. Werfen Sie den Anker daher in diesen helleren Bereichen aus.

Auch die Satellitenansicht von Google Maps kann wertvoll sein: Speichern Sie Screenshots von wahrscheinlichen Ankerplätzen auf Ihrem Telefon oder Tablet, bevor Sie losfahren. Glatte Konturen deuten auf Sand hin, während felsige Böden unregelmäßiger sind. Während eines Gezeitenzyklus befinden Sie sich in 3 verschiedenen Modi: Flut, Ebbe und Stillstand. Daher muss die Ankerposition alle drei Faktoren berücksichtigen.

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Wassertiefe

Berücksichtigen Sie sowohl Hoch- als auch Niedrigwasser. Die Länge der Ankerkette und der Ankertrosse, die Sie mit sich führen, begrenzt die Tiefe, in der Sie erfolgreich ankern können. Wie viel Kette soll man geben? Bei Windstille oder mäßigem Wind reicht es aus, die Tiefe des Ankergrunds mit 3 zu multiplizieren und entsprechend Kette zu geben. Wenn das Meer leicht bewegt ist oder der Wind zunimmt, ist es besser, die Kette für das 5-fache der Grundtiefe zu geben. Bei starkem Wind und rauer See steigt das Verhältnis auf 7:1.

Eine gute Regel ist, den richtigen Anker für die Beschaffenheit des Ankergrunds zu verwenden und vor allem nicht auf zu tiefem Grund zu ankern. Sollte sich der Anker nämlich in den Felsen verhaken, könnte das Manöver zum Freibrechen für die Besatzung schwierig werden. Um Probleme zu vermeiden, kann man den sogenannten „Grip-Ball“ (Grippiale) verwenden und in jedem Fall sollte man immer Maske und Schnorchel an Bord haben, um im Notfall eingreifen zu können.

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Schwingungsraum des Bootes

Schließlich muss der Schwingungsraum des Bootes, auch „Schwojkreis“ genannt, berücksichtigt werden. Dies ist die Drehung, die das Boot um den Ankerpunkt aufgrund von Wind, Strömungen und Wellen vollführt. Es ist entscheidend, diesen Raum korrekt zu berechnen, um Kollisionen mit anderen Booten oder der Küste zu vermeiden. Beachten Sie, dass je länger die Ankerkette (Kabel) ist, desto größer der Schwingungsraum ist. In tieferen Gewässern muss mehr Kette verwendet werden, um einen guten Haltewinkel des Ankers zu gewährleisten, wodurch der Schwingungsradius zunimmt. Ein stärkerer Wind erhöht die Kraft, die das Boot schiebt, wodurch seine Bewegung und der Schwojkreis verstärkt werden. Auch Meeresströmungen können die Flugbahn des Bootes ablenken und seinen Schwingungsraum weiter beeinflussen.

Die Anwesenheit anderer geankerter Boote in der Nähe kann den Schwingungsraum einschränken und erfordert erhöhte Aufmerksamkeit bezüglich des Sicherheitsabstands. Um den Schwingungsraum zu berechnen, muss die Länge der Kette und die Länge des Bootes addiert werden.

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